Die Situation bei den Immobilienanlagen erinnert an den 《Franken-Schock》!

Die Situation bei den Immobilienanlagen erinnert an den «Franken-Schock»

Schweizer Immobilienaktien und -fonds haben wegen der Coronavirus-Pandemie deutlich an Wert verloren. Eine Anlageform hat sich recht gut erholt, die andere stagniert dagegen. Auch beim Ausblick muss differenziert werden.

Die Situation bei den Immobilienanlagen erinnert an den «Franken-Schock»

Schweizer Immobilienaktien und -fonds haben wegen der Coronavirus-Pandemie deutlich an Wert verloren. Eine Anlageform hat sich recht gut erholt, die andere stagniert dagegen. Auch beim Ausblick muss differenziert werden.

An den Finanzmärkten ist die Unsicherheit angesichts der Coronavirus-Pandemie noch immer mit Händen zu greifen. Die Kurse der meisten risikobehafteten Anlagen haben sich zwar deutlich von ihren Tiefs entfernt, die Erholung erscheint vielen Kommentatoren aber als fragil. Bei den Schweizer indirekten Immobilienanlagen ist das ein wenig anders.An den Finanzmärkten ist die Unsicherheit angesichts der Coronavirus-Pandemie noch immer mit Händen zu greifen. Die Kurse der meisten risikobehafteten Anlagen haben sich zwar deutlich von ihren Tiefs entfernt, die Erholung erscheint vielen Kommentatoren aber als fragil. Bei den Schweizer indirekten Immobilienanlagen ist das ein wenig anders.An den Finanzmärkten ist die Unsicherheit angesichts der Coronavirus-Pandemie noch immer mit Händen zu greifen. Die Kurse der meisten risikobehafteten Anlagen haben sich zwar deutlich von ihren Tiefs entfernt, die Erholung erscheint vielen Kommentatoren aber als fragil. Bei den Schweizer indirekten Immobilienanlagen ist das ein wenig anders.

Die Kurse der Immobilienfonds haben sich besser erholt

Die Aktien der hiesigen Immobiliengesellschaften liegen, gemessen am SXI Real Estate Shares Broad (Real-Index), seit Jahresbeginn 12,5% im Minus. Sie stürzten im Februar und März mit bis zu 27% sogar etwas mehr ab als der breite Aktienmarkt, und danach fiel bei ihnen die anschliessende Erholung recht bescheiden aus. Unter dem Strich haben sie deutlich mehr abgegeben als der Swiss-Market-Index (SPI), der seit Jahresbeginn rund 5,5% verloren hat.

Die kotierten Immobilienfonds dagegen mussten zunächst ebenfalls stark Federn lassen mit Abgaben von bis zu 20% nach ihrem Hoch vom Februar. Seither haben sie sich aber wieder recht gut erholt. Sie stehen zwar noch 12% unter ihrem Rekordhoch, seit Jahresbeginn haben sie aber gerade einmal 3% eingebüsst. Was ist geschehen und vor allem, wie sind die indirekten Schweizer Immobilienanlagen nun positioniert?

Die Kurse der Immobilienfonds haben sich besser erholt

Die Aktien der hiesigen Immobiliengesellschaften liegen, gemessen am SXI Real Estate Shares Broad (Real-Index), seit Jahresbeginn 12,5% im Minus. Sie stürzten im Februar und März mit bis zu 27% sogar etwas mehr ab als der breite Aktienmarkt, und danach fiel bei ihnen die anschliessende Erholung recht bescheiden aus. Unter dem Strich haben sie deutlich mehr abgegeben als der Swiss-Market-Index (SPI), der seit Jahresbeginn rund 5,5% verloren hat.

Die kotierten Immobilienfonds dagegen mussten zunächst ebenfalls stark Federn lassen mit Abgaben von bis zu 20% nach ihrem Hoch vom Februar. Seither haben sie sich aber wieder recht gut erholt. Sie stehen zwar noch 12% unter ihrem Rekordhoch, seit Jahresbeginn haben sie aber gerade einmal 3% eingebüsst. Was ist geschehen und vor allem, wie sind die indirekten Schweizer Immobilienanlagen nun positioniert?

Wegen der Coronavirus-Krise drohen dauerhafte Mietausfälle

Diese können schnell dauerhaft werden, wenn ein Mieter Insolvenz anmelden muss. Das gilt auch dann, wenn ein so entstandener Leerstand wieder beseitigt werden kann, der Vermieter dazu aber preisliche Zugeständnisse machen muss. Kommt es zu langfristigen Mietreduktionen, ist das für Anleger doppelt negativ. Denn neben den niedrigeren laufenden Erträgen führen solche Einbussen auch zu Abschlägen bei der Bewertung der Liegenschaften.

Genau diese Sorgen spiegelten sich in dem besseren Abschneiden der Immobilienfonds im Vergleich zu den -aktien, sagt Schwab. Den Fonds komme insgesamt ihr vergleichsweise hoher Bestand an Wohnliegenschaften zugute, wo die geringsten Mietausfälle zu erwarten seien. Bei den Fonds liegt deren Anteil aggregiert bei 55%. Im Gegensatz dazu machen sie nur etwa 13% bei den Immobiliengesellschaften aus.

Quelle: NZZ